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Warum eine Abendroutine den Schlaf beruhigt

Der Übergang vom wachen Tag in den erholsamen Schlaf gelingt selten auf Knopfdruck. Wer bis zur letzten Minute Nachrichten liest, arbeitet oder durch soziale Medien scrollt, trägt die Anspannung des Tages mit ins Bett. Eine ruhige Abendroutine hilft dem Nervensystem, allmählich herunterzufahren, und bereitet den Geist auf Loslassen statt auf Grübeln vor.

Entscheidend ist die letzte Stunde vor dem Schlafengehen. In dieser Zeit lohnt es sich, das grelle Licht zu dämpfen und Bildschirme nach Möglichkeit zur Seite zu legen. Das künstliche Licht und der ständige Strom an Reizen halten den Körper in einem Zustand der Wachheit, der dem natürlichen Müdewerden entgegenwirkt.

Den Tag bewusst beenden

Eine wirksame Praxis ist der sogenannte Body-Scan. Legen Sie sich hin und wandern Sie mit der Aufmerksamkeit langsam durch den Körper, von den Zehen bis zum Scheitel. Bei jeder Region nehmen Sie wahr, ob dort Spannung sitzt, und laden den jeweiligen Bereich ein, ein wenig schwerer und weicher zu werden. Diese Übung verlagert die Aufmerksamkeit weg von den Gedanken und hinein in den Körper.

Folgende Bausteine können eine beruhigende Routine bilden:

  • Das Licht etwa eine Stunde vor dem Schlafen dämpfen
  • Drei Dinge aufschreiben, die am Tag gut gelaufen sind
  • Einige Minuten ruhig und tief in den Bauch atmen

Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Wenn der Körper jeden Abend ähnliche Signale erhält, lernt er, sie mit Ruhe und Schlaf zu verknüpfen. Anfangs mag es Überwindung kosten, gewohnte Abendmuster zu verändern. Doch schon nach wenigen Wochen berichten viele Menschen, dass sie leichter einschlafen und morgens ausgeruhter aufwachen. Eine sanfte Abendroutine ist kein Luxus, sondern eine fürsorgliche Geste an sich selbst.

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